Tom Liehr: Idiotentest / Etappe 1 bis Seite 33

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01.11.05, 14:58:53

Nifl

geändert von: Nifl - 01.11.05, 15:00:06

Das gemeinsame Leben äh Lesen beginnt am 03.11.05 punkt 9.00Uhr. Wer zu spät ist, wird abgemahnt, bis zur Sperrung oder zum Ausschluss aus dem gesamten Internet.

Die erste Etappe:
ab Seite 7 (Prolog) bis Seite 33 (Ende des 3.Kapitels)

"Leser,Befehl wiederholen und abtreten !
Hey ! Du dahinten ! Lesen ! Wie, du hast das Buch noch nicht !? Das ist ja wohl die billigste Ausrede , die ich je gehört habe !"



Nur keinen Stress. Ich möchte euch allerdings bitten- selbst wenn ihr schon weiter seid- nichts an Inhalten, die über die erste Etappe hinaus gehen sollten , zu verraten.
03.11.05, 11:37:05

Nifl

So, gebe mal mein Statement zur ersten Etappe ab.
Was passiert ? Der Ich-Erzähler und seine beiden Freunde werden eingeführt.
Den Prolog halte ich streckenweise für sehr überzeugend und gelungen. Gleich identifiziere ich mich mit dem Protag. (bloß,dass ich die sechser Legos nicht so mochte wie die achter *g.... und natürlich waren zwei aufeinander gesteckte Grundplatten auch mein Geheimversteck). Was mir missfällt ist die fast satirische Übertreibung. Muss der Vater eine Schwester totschlagen ? Muss die Mutter bei Rudi Carell mitmachen ? Muss sie eine Trinkerin sein ?

Im ersten Kapitel ist er dann erwachsen. Es heißt "Heute". Drei zurückgebliebene Versager "Mitte 30" leben in einer Chaoten-WG zusammen (mit all den coolen gängigen Klischees.*nerv*).
Für mich passt ihr Alter nicht in die Verhältnisse.
Außerdem: Wenn Henni 72 fast 7 war ... dh. 65 geboren ...ist er "heute" 35 ...(weil Walter sein Freund ist) wir schreiben also ungefähr das Jahr 2000 (Walter und Henni könnten 1-2 Jahre auseinander sein) . Was soll das ? Die letzten Strich Achter (geiles Auto, hätte mir im Sommer beinahe einen gut erhaltenen gekauft, wenn mich nicht schrecklich rational denkende Leute davon abgehalten hätten *g) ... ähm, was ich sagen wollte ... die letzten wurden 75 gebaut.
Henni fährt mit einem mindestens 25 Jahre alten Auto Taxi ? Ne, glaub ich nicht. Da müsste er schon ein Autofreak sein ... aber selbst dann ...

Die äußere Beschreibung der Figuren finde ich erstklassig gelungen. Ich habe sie alle drei vor Augen.

Der Erzählton ist mE. auch sehr gut getroffen.
Manchmal reißt er für mich jedoch aus dem Vokabular von Henni aus, passt nicht zur Figur wie sie uns vorgestellt wurde:
ZB.: Bartwuchs war faszinierend und enervierend zugleich.

Noch finde ich das Buch fesselnd und ich möchte wissen, wer da nun gestorben ist und was das mit Andrea auf sich hat.
04.11.05, 02:43:34

Tommy Gärtner

geändert von: Tommy Gärtner - 04.11.05, 02:45:48

Ja, ich sehe den Prolog auch als eine ziemlich drastische Episode. Der Ich-Erzähler ist hier eindeutig in der Position des Opfers eingeführt: Von prügelnden Eltern tyrannisiert und von seinen sadistischen Schwestern unterdrückt.

Aber ein Autor macht so etwas ja nicht ohne Grund. Ich vermute, daß diese Kindheitsszene im weiteren Verlauf noch eine entscheidende Rolle spielt, daß sich ihre volle Bedeutung erst im Gang der Handlung erschließen wird. Dafür spricht, daß Tom Liehr sie als "Prolog" ausgekoppelt hat; und zudem erzählt er nicht die Kindheit des Ich-Erzählers nach, sondern nur diese eine Episode aus seiner Kindheit. Vermutlich wird sie eine Schlüsselfunktion haben.

Was mir bei dieser Episode auffällt, ist der Selbstbehauptungsmechanismus. Denn im Grunde reagiert das Opfer mit List und Tücke, um trotz übelster Gewaltverhältnisse über die Runden zu kommen. Den 50-Mark-Schein behält es ein, da es die Strafe für dessen Abhandenkommen ja bereits erhalten hat. Und führt die tyrannisierenden Schwestern mittels eines geschickten Arrangements (der leere Brustbeutel) der *wohlverdienten* Vergeltung zu.

Vielleicht, so wäre zu vermuten, wendet der Ich-Erzähler dieses Schema ja auch als Erwachsener an, man wird sehen.



04.11.05, 02:56:59

Tommy Gärtner

Zitat:
Was mir missfällt ist die fast satirische Übertreibung. Muss der Vater eine Schwester totschlagen ? Muss die Mutter bei Rudi Carell mitmachen ? Muss sie eine Trinkerin sein ?


Die message ist eindeutig. Der Ich-Erzähler wächst in *asozialen* Familienverhältnissen auf. Dieser Begriff ist nicht von außen aufgestülpt, sondern wird im Roman selbst ins Feld geführt:

Zitat:
"Asozial", sagte der komische alte Mann von gegenüber, der seine Wohnung mit Tageszeitungen vollstopfte. Wie recht er hatte, begriff ich erst viel später.
(S.9)
05.11.05, 21:10:31

Charly

geändert von: Charly - 05.11.05, 21:10:51

Prolog:
Um es vorweg zu nehmen, ich habe ihn gern gelesen, den Prolog.
Aber er kommt mir übertrieben vor. Fängt damit an, dass ein sechsjähriges Kind (das zweitjüngste in der Familie) einkaufen geschickt wird und dann auch noch auf das Wechselgeld achten soll (Doppeldeutigkeit); einen Vergleich ziehen kann (fühlt sich an wie) und dann auch noch (geschickt und raffiniert) etwas versteckt; (mit List und Tücke) das Messer fallen lässt?
Die Art der Mutter Fragen ohne Fragezeichen in den Raum zu werfen lässt wiederum an die eigene Kindheit erinnern. Das war damals Ausdruck von Autorität.
Seine Mutter hat bei Rudi Carell mitgemacht, bei „Am laufenden Band“.
So weit, so gut. Aber muss jeder wissen was es bedeutet, sich an das Fragezeichen nicht zu erinnern?

1. Kapitel:
Der Schreibstil des Prologs bleibt der Gegenwart erhalten. Ein unterschwelliger Humor, trocken, aber er treffend. Ging es uns früher nicht auch so, wenn wir nach durchzechter Nacht wach wurden? Dieser Versuch hinterher alles wieder auf die Reihe zu bekommen? Da war doch was …

2.Kapitel:
Auch setzt der Autor fort, was er im ersten schon begonnen. Der vergebliche Versuch zu erinnern und die Beschreibung der Personen und die der Örtlichkeiten. Ab hier werde ich allein schon deshalb weiter lesen, weil mir der Stil gefällt. Seine Art sich auszudrücken, die Dinge beim Namen zu nennen, nicht drum herum zu reden. Und er hat mich neugierig gemacht.

3. Kapitel:
Vergleiche sind unfair. Trotzdem kommen mir Art und Weise der Beschreibungen vertraut vor, wie in einem Buch, dass ich schon einmal gern gelesen habe. Ich war noch nie in Berlin, kenne nur die Bilder aus dem Fernsehen. Beim Lesen werden neue wach, ergänzende. Und dann bin ich doch enttäuscht. Die Politesse rückt ab, einfach so und ohne die Telefonnummer Gonzos.
06.11.05, 14:27:27

Tommy Gärtner

Zitat:
So weit, so gut. Aber muss jeder wissen was es bedeutet, sich an das Fragezeichen nicht zu erinnern?


Ein guter Einwand. Diese Carell-Sache wird an jüngeren Lesern, die die Show nicht kennen, völlig vorbeigehen. Das Fragezeichen stand, wenn ich mich recht entsinne, für einen unbekannten Preis, hinter dem sich echte Knüller verbergen konnten. Das hätte der Autor dazu schreiben müssen, damit die Pointe auch bei den Jahrgängen, die damals, als die Show lief, noch nicht auf der Welt waren, in vollem Umfang ankommt.
06.11.05, 14:53:41

Tommy Gärtner

Ich glaube, mit dieser Gonzo/Politessen-Geschichte will Tom Liehr die Weltfremdheit Gonzos darstellen. Die Art von Humor, die ich eher als "schlicht" bezeichnen würde folgt dem Muster: "Mann, ist der doof." Das sind eher low-level-Pointen meinem Geschmack nach.

Witzig fand ich die Stelle, an der die Politesse Henry einen pädagogischen und moralisierenden Vortrag hält über sein parkerisches Fehlverhalten, und sein Kumpel Walter ihr beipflichtet:

Zitat:
"Da sagen Sie etwas Wahres", erklärte Walter, der alte Schleimer. Ich trat ihm gegen das Schienbein und hinterließ Lehm auf seinem Anzug. "Arschloch. Du kannst zu Fuß gehen", flüsterte ich.


Natürlich bringt Liehr auch jede Menge der klassischen Vorurteile und Klischees ins Spiel und läßt sie wie spielerisch von den Figuren bestätigen bzw. voraussetzen. Z.B. die BMW-fahrenden Türken, (der BMW heißt im Berlinerischen "Türkenschaukel"), daß man, wenn man das Auto eines Türken beschädigt, dafür gleich umgebracht wird, daß die Parkplätze deswegen weniger werden, weil "alle zwei Meter" Behindertenparkplätze errichtet würden usw. Das sind Stammtischphrasen - allrdings spielt das Leben der drei ja auch im Kneipenmilieu.



06.11.05, 16:47:10

Nifl

Zitat von Tommy Gärtner:
Zitat:
Was mir missfällt ist die fast satirische Übertreibung. Muss der Vater eine Schwester totschlagen ? Muss die Mutter bei Rudi Carell mitmachen ? Muss sie eine Trinkerin sein ?


Die message ist eindeutig. Der Ich-Erzähler wächst in *asozialen* Familienverhältnissen auf. Dieser Begriff ist nicht von außen aufgestülpt, sondern wird im Roman selbst ins Feld geführt:

Zitat:
"Asozial", sagte der komische alte Mann von gegenüber, der seine Wohnung mit Tageszeitungen vollstopfte. Wie recht er hatte, begriff ich erst viel später.
(S.9)


Ja, schon, Tommy. Aber asoziale Verhältnisse kann man auch feiner zeichnen ... dazu muss man keine "Kinder totschlagen"
Und dass die Verhältnisse "vom Prolog" sich im späteren Verlauf noch "entfalten" werden, hoffe ich schwer für Tom Liehr ... sonst kritisiert das Niflchen das nämlich sofort *gg

Zitat:
Natürlich bringt Liehr auch jede Menge der klassischen Vorurteile und Klischees ins Spiel und läßt sie wie spielerisch von den Figuren bestätigen bzw. voraussetzen. Z.B. die BMW-fahrenden Türken, (der BMW heißt im Berlinerischen "Türkenschaukel"), daß man, wenn man das Auto eines Türken beschädigt, dafür gleich umgebracht wird, daß die Parkplätze deswegen weniger werden, weil "alle zwei Meter" Behindertenparkplätze errichtet würden usw. Das sind Stammtischphrasen - allrdings spielt das Leben der drei ja auch im Kneipenmilieu.


Ist mir auch zu plakativ ... trotz Kneipenmilieu.
06.11.05, 19:33:12

Sternenstaub

es scheint mir, ich lese Bücher unter einem anderen Aspekt, nämlich dem der Glaubhaftigkeit der Charaktere in ihrem jeweils skizzierten Lebenskreis. Überzeichnungen gehören für mich dazu, stören mich auch nicht. Und glaubwürdig sind Charaktere wie geschilderte Lebensumstände. Natürlich hätte es auch ohne den Tod der kleinen Schwester gehen können, ich bin gespannt, wo das seine Entsprechung im weiteren Verlauf findet.
Bis jetzt macht mich das Lesen gespannt auf das, was noch folgt.
06.11.05, 21:58:42

Charly

geändert von: Charly - 06.11.05, 21:59:20

Zitat:
Natürlich bringt Liehr auch jede Menge der klassischen Vorurteile und Klischees ins Spiel und läßt sie wie spielerisch von den Figuren bestätigen bzw. voraussetzen. Z.B. die BMW-fahrenden Türken


Zeitgeist und Milieu - wie denken die Leute in dieser Gesellschaft, in dieser Gegend in der Zeit, in der die Handlung spielt?
Ist es wirklich nur Klischee, oder ist der Gedanke dort Alltag?
Wie autentisch kann ein Autor auf eine Szene eingehen ohne solche "plakativen" Schilderungen?
Auch wenn der Autor Ich-Erzähler ist, denke ich nicht dass es unbedingt seine persönliche Brille ist, durch die er sieht (und erzählt).
07.11.05, 06:43:21

Tommy Gärtner

geändert von: Tommy Gärtner - 07.11.05, 06:51:45

Das ist selbstverständlich. Keiner würde auf die Idee kommen, einen Ich-Erzähler mit dem Autor selbst zu verwechseln. Tom Liehr führt seinen Henry, wie mir scheint, aber als Figur ein, die einiges Idenrifikationspotential hat, zumindest, was den Prolog und die ersten drei Kapitel angeht, so mein Eindruck. Diese Figur ist schlagfertig, witzig und souverän gegenüber den Wechselfällen des Lebens und sogar in den Fällen ausgesprochener Tyrannei (Prolog) erweist sie sich als überlegen, weil sie die Situation geschickt in eigenem Selbstbehauptungsinteresse zu lösen weiß (die Fünzig-Marks-Episode/Bestrafung der tyrannischen Schwestern durch eine List usw.)

Ich bin ehrlich gesagt gespannt wie ein Flitzebogen, ob Tom Liehr diese Souveranität seines Ich-Erzählers bis zum Schluß durchhält, oder ob er sie kritisch bricht bzw. ganz zerbrechen läßt. Daran würde sich für mich bemessen, wie reflektiert diese Figur "Henry" literarisch gestaltet ist.

07.11.05, 08:59:05

Elek...tra

Mein erster Leseeindruck:
Das Buch hat mich gleich von der ersten Seite an gefesselt und meine Neugier geweckt, wie es weiter geht.

Über die Textstelle mit dem Fragezeichen, an das sich die Mutter nicht in der Sendung "Am laufenden Band" erinnern konnte, musste ich länger nachdenken, weil sie am Schluss des Prologs steht und das bestimmt kein Zufall ist.

Da ist etwas verdreht, würde ich mal sagen. Das Einfachste, das Fragezeichen, das ja in jeder Sendung vorkam, wird vergessen. Ich denke das ist ein Hinweis darauf, wie verdreht es im Leben des Protagonisten Henry weiter geht, der von seiner Kindheit geprägt ist...
Was meint ihr?

07.11.05, 09:33:10

Baba Yaga

Hallo erstmal,

nachdem ich schon durch bin, fällt es mir schwer, nicht den Gesamteindruck einfließen zu lassen. Grundsätzlich zu ersten Lesehälfte:

Mir ging es dabei so, dass ich es nach dem ersten Kapitel kaum noch geschafft habe, Distanz zu diesem Teil des Buches herzustellen. Ich bin völlig eingetaucht in diese Berliner WG- und Kneipenszene, und ich schwöre es, ich habe jeden dieser Typen dort irgendwann einmal getroffen. Will sagen: Erinnerungen und Beschreibungen haben sich ungemein ergänzt, bzw. seine Beschreibungen waren so treffsicher, dass sie uns an Viele(s) erinnert haben. Das könnte man jetzt unter Eigenart meinerseits buchen (hohes Identifizierungspotenzial oder sowas :cool: ), aber interessanter Weise geht es meinem Mann derzeit genauso (er hat gerade angefangen) und der tickt völlig anders. Wir haben jedoch beide eine Zeit in Berlin erlebt (er hat u.a. in Neukölln gewohnt), die dieses Buch offensichtlich intensiv wieder aufleben lässt. Das führt nicht gerade zu erhöhter Kritikfähigkeit, macht aber tierisch Spass.

Zu dem ersten Kapitel zum Thema: wie wurde ich ein verantwortungsloser Säufer - ich hatte dabei zu allererst das Gefühl, er beschriebe eine Familie in den frühen Sechzigern und war sehr erstaunt, als er die olympischen Spiele erwähnte, das war für mich nicht in Übereinstimmung zu bringen. Ich erinnere mich an beides (steinalt wie ich bin) und das waren für mich wirklich unterschiedliche Zeitqualitäten und Stimmungen, die nicht in einem Topf zu finden sind, auch wenn er das Etikett assozial erhalten hat. Die Familienverhältnisse, aus dem Blickwinkel eines früh verbitterten Jugendlichen beschrieben, fand ich ganz schlüssig, mir hat dabei die Sprachregelung gefallen, die Punkte statt der Fragezeichen, die es dort nicht gibt.

Aber:
Zitat:
Ich bin ehrlich gesagt gespannt wie ein Flitzebogen, ob Tom Liehr diese Souveranität seines Ich-Erzählers bis zum Schluß durchhält, oder ob er sie kritisch bricht bzw. ganz zerbrechen läßt. Daran würde sich für mich bemessen, wie reflektiert diese Figur "Henry" literarisch gestaltet ist.

Da bin ich sehr gespannt, wie ihr das seht.



07.11.05, 12:36:49

LIH

Hmmm, habe es bisher mit größerer Anstrengung bis zum dritten Kapitel geschafft und habe große Schwierigkeiten, Lust zu entwickeln weiterzulesen. Mir ist das alles zu plakativ, entweder ganz dick oder gar nicht. Das ist zwar konsequent und gut gemacht, aber nichts, was mir Genuss und inneren Gewinn bereitet zu lesen. (Charkater - Entwicklung in Ordnung, Sachbezogenes manchmal ein wenig zu salopp, was aber andere Kommentatoren auch schon bemerkten). Bei diesem Buch stelle ich mal wieder fest, dass ich Prosa nur gerne lesen, wenn ich das Gefühl habe, das tut mir gut. Diese bisherigen Kapitel tun mir nicht gut. Da dieses gemeinsame Lesen ja unter das Thema Freizeitvergnügen fällt, entscheide ich: Ich lasse es, außer eine/r von den schon Allesgelesenhabenden macht einen Vorschlag wie "Lies mal Kapitel xx", dann findest du besser den Einstieg".

Lieben Gruß
LIH
07.11.05, 19:22:44

Nifl

Zitat von Elek...tra:
Da ist etwas verdreht, würde ich mal sagen. Das Einfachste, das Fragezeichen, das ja in jeder Sendung vorkam, wird vergessen. Ich denke das ist ein Hinweis darauf, wie verdreht es im Leben des Protagonisten Henry weiter geht, der von seiner Kindheit geprägt ist...
Was meint ihr?



Ich weiß nicht, ich würde dem Fragezeichen nicht zu viel Bedeutung beimessen. Ich denke eher, dass er damit den Charakter der Mutter fixieren wollte. Nämlich, dass sie bodenständig ist, nichts dem Zufall überlässt, lieber weniger, das aber dann sicher haben will.

LG
Nifl
07.11.05, 19:48:29

LIH

Habe ich wie Nifl gelesen. Fragezeichen kommen in der Gedankenwelt der Mutter nach Ansicht ihres Sohnes nicht vor. Er fasst damit zusammen, was vorher in den verschiedenen Szenen beschrieben wurde.
07.11.05, 20:07:36

Tommy Gärtner

Ich habs auch mehr als eine Charakterisierung der Mutter verstanden, die, wie es im Prolog heißt, "alle Fragen grundsätzlich wie Feststellungen aussprach" (S.7). Es ist eben für mich interessant, ob Henry im Prinzip diese Lebenseinstellung teilt oder ob für ihn letztlich, wenn er mit den entscheidenden Dingen (die sicher noch dargestellt werden) durch ist, das Leben zu einem einzigen Fragezeichen wird. (Bitte nicht verraten, liebe Baba Yaga, sonst ist die Spannung weg, zumindest für mich).

:)
08.11.05, 08:04:34

Baba Yaga

@ Tommy

 
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